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Die Buster XL CC tauscht Lounge gegen Arbeitsdeck

Das neue 6,05-Meter-Center-Console aus Finnland setzt auf Nutzlast, freie Wege und modularen Wetterschutz. Eine Kaufanalyse nach Helsinki.

Redazione Batoo5 Min. Lesezeit
Die Buster XL CC tauscht Lounge gegen Arbeitsdeck
Foto: Redazione Batoo
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Die Buster XL CC 2026 trat in Helsinki erstmals vor Publikum im Wasser auf und zeigte dabei eine klare Priorität: Auf 6,05 Metern ist der wertvollste Raum für Bewegung und Zuladung reserviert, nicht für eine Lounge. Das begrenzt die Zielgruppe, macht dieses neue Center-Console-Boot aber besonders verständlich für alle, die ihr Boot als Transportmittel, Angelplattform oder Arbeitsgerät nutzen.

Die öffentliche Premiere fand auf der Uiva Flytande statt, die am 16. August endete. Die XL CC ist 2,20 Meter breit, wiegt ohne Motor 740 kg und kann mit Außenbordern von 80 bis 115 PS ausgerüstet werden. Buster nennt sechs Personen und 700 kg Zuladung. Die aufschlussreiche Zahl ist deshalb nicht die angegebene Höchstgeschwindigkeit von rund 36 Knoten, sondern das beinahe ausgeglichene Verhältnis zwischen Leergewicht und erlaubter Last.

Die Mittelkonsole ordnet das Deck, statt es zu möblieren

Die vollständig aus Aluminium gefertigte Konsole lässt auf beiden Seiten einen Durchgang und öffnet davor eine große, ebene Fläche. Laut Hersteller können dort zwei Angler nebeneinander werfen; alternativ nimmt der Bereich Ausrüstung und Ladung auf. Eine breite Heckbank und zwei separate Offshore-Sitze dienen Passagieren und Steuerleuten. Eine Bank mit Stauraum vor der Konsole ist optional.

Diese Geometrie sollte nüchtern betrachtet werden. Symmetrische Laufwege erleichtern das Anlegen mit kleiner Crew, den Schritt auf einen hohen Steg sowie den Transport von Kisten oder Fendern. Zugleich nimmt die Konsole an der Engstelle Breite weg und bietet keinen durchgehenden Schutz wie die Scheibe eines Dual-Console-Bootes. Wer ein stärker möbliertes Familienboot sucht, findet beiJeanneau und seinen Daycruiserneinen hilfreichen Gegenentwurf; die Werft steht in keiner belegten Verbindung zu dieser Premiere.

Die XL CC bevorzugt also ein Deck mit wechselnden Aufgaben gegenüber einem vom Hersteller festgelegten Sitzplan. Das überzeugt, wenn das Boot zwischen Angeln, Pendeln und Versorgung wechselt. Für sechs Gäste beim geselligen Ausflug ist es weniger schlüssig: Eine zugelassene Person bedeutet nicht automatisch einen bequemen, wettergeschützten Sitzplatz.

700 Kilogramm Zuladung sind wichtiger als sechs Personen

Die angegebene Zuladung von 700 kg verlangt Disziplin. Sie umfasst Menschen und Ausrüstung unter den Bedingungen der Zulassung; sie ist kein Freibrief für ungeprüftes Beladen. Sechs Erwachsene, Kraftstoff, Ankerzeug, Sicherheitsausrüstung und Angelgerät können die Reserve schnell verkleinern. Maßgeblich bleiben Handbuch, CE-Plakette und eine vernünftige Gewichtsverteilung.

Trotzdem bestätigt der Wert den Einsatzzweck. Die flache Bugfläche bleibt auch mit sperriger Ladung nutzbar. Die von Buster beschriebenen großen, ebenen Badeplattformen sollen den Einstieg aus Wasser und vom Steg erleichtern und Arbeitsraum am Heck schaffen. Wer eine weichere, leichtere Küstenlösung erwägt, kann anhand derSchlauchbootkonzepte von Capelliden anderen Kompromiss zwischen Schläuchen, Staufächern und freier Decksfläche prüfen.

Die entscheidende Frage lautet nicht, wie viele Freunde legal mitfahren dürfen. Sie lautet, wie viel Deck funktionsfähig bleibt, wenn jede Person Tasche, Ölzeug oder Angelgerät mitbringt. Die XL CC scheint um den zu transportierenden Gegenstand herum gezeichnet zu sein; viele Dayboote entstehen um den sitzenden Passagier.

Wetterschutz gehört in die endgültige Konfiguration

Buster führt Seitentüren und ein Sprayhood als Optionen für Eigner auf, denen die breite Konsole allein nicht genügend Schutz bietet. Serienmäßig gibt es ein zehn Zoll großes Buster-Q-Display mit digitalen Navionics-Karten. Ein Zwölf-Zoll-Gerät ist optional; außerdem bietet das Armaturenbrett laut Hersteller Raum für einen weiteren Bildschirm, ohne die Sicht nach vorn zu beeinträchtigen.

Das passt zu Angelbetrieb und nordischen Revieren, bedeutet aber: Beurteilt werden muss die tatsächlich bestellte Konfiguration. Türen, Verdeck, Zusatzdisplay und Staubank verändern Schutz, Stauraum, Gewicht und Endpreis. Buster will die Preise im September veröffentlichen und im Oktober 2026 mit der Produktion beginnen. Zahlen, die vorher kursieren, sind keine offizielle Preisliste.

Als breitere Marktreferenz zeigt dasMotorbootprogramm von Beneteau, wie viel integrierter Komfort und geschlossener Raum möglich ist, wenn ein Teil der neutralen Decksfläche aufgegeben wird. Die XL CC will diesen Vergleich nicht gewinnen. Sie fordert den Käufer auf, der Konfigurierbarkeit einen Geldwert zu geben.

Herstellerreichweite ist noch keine Törnplanung

Buster nennt 0,7 Liter je Seemeile bei komfortablen 19 bis 23 Knoten, 1,1 Liter je Seemeile bei Höchstfahrt und einen 160-Liter-Tank. Eine einfache Division ergibt theoretisch rund 229 Seemeilen mit dem ersten und 145 mit dem zweiten Verbrauchswert. Beides ist keine Planungsreichweite: Reserve, Seegang, Wind, Beladung, Bewuchs und Umwege fehlen.

Nützlicher ist eine konkrete Mission. Für 60 Seemeilen ergeben sich nach der sparsamen Herstellerangabe etwa 42 Liter, bevor reale Korrekturen hinzukommen. Eine Probefahrt muss den Verbrauch mit dem gewählten Motor, die Trimmlage unter Arbeitslast und die Geschwindigkeit ermitteln, bei der die Crew ausreichend trocken bleibt. Ein konfigurationskundiger Vermittler wieMarina Yacht Saleskann einen unabhängigen Nutzungsvergleich strukturieren; der Link behauptet keine Beteiligung am Buster-Debüt.

Auch die genannten 36 Knoten gehören an die richtige Stelle. Sie sind Leistungsreserve, nicht die zentrale Begründung des Modells. Der Bereich von 19 bis 23 Knoten erzählt mehr über das Konzept: zügige Überfahrten, ein kontrollierbarer angegebener Verbrauch und ein Steuerstand, der arbeitsfähig bleiben soll.

Zur Probefahrt gehört die Ladung eines normalen Tages

Die Produktion beginnt im Oktober. Der Auftritt in Helsinki erlaubt damit eine gründliche Prüfung des Layouts, ersetzt aber keine beladene Probefahrt. Vor der Bestellung gehört der echte Tagesablauf gedanklich an Bord: Wie viele Menschen sitzen, wo Fender und Taschen liegen, ob eine Kiste durch den Bugbereich passt und wie gut die Konsole bei Seitenwind schützt.

Getestet werden sollten Beschleunigung und Gleitfahrt bei halber Last, Kurven in beide Richtungen, der Zugang zu Staufächern bei besetzten Sitzen sowie ein Anlegemanöver allein. Auch die Seitengänge sollte man in Ölzeug begehen. Was auf einer Messe großzügig wirkt, kann mit Kleidung und Haltegriffen einen anderen Eindruck vermitteln.

Die Buster XL CC 2026 gibt nicht vor, eine kleine Yacht zu sein. Sie bietet eine Aluminiumplattform mit ungewöhnlich klaren Betriebswerten und ein Deck, das der Eigner mit eigenen Prioritäten vervollständigen muss. Für Angeln, Inselverkehr und Ausrüstungstransport ist diese funktionale Ehrlichkeit ihr stärkstes Argument. Für geschütztes Beisammensein ist sie ebenso klar ein Hinweis auf ein anderes Layout.

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Quellen und Verweise

Konsultierte Quellen und erhaltene Verweise zur Prüfung von Daten und Kontext.

  1. Busterin keskipulpettivenevalikoima laajenee uusilla, suuremmilla venemalleillaBuster · 2026-06-08
  2. Nähdään Uivassa venenäyttelyssäBuster · 2026-06-22
  3. Uiva Flytande 2026Finnboat