
Pearl 73 kommt nach Cannes mit Terrassen und zwei Masterkabinen
Pearl 73 Cannes ist mehr als ein weiterer Termin im Kalender vor der Herbstsaison der Bootsmessen. Das Modell zeigt ziemlich klar, wohin sich das Flybridge-Segment um 22 Meter bewegt: mehr Leben im Freien, weniger formale Trennung zwischen Cockpit und Salon, und Kabinenlayouts, die für zwei Paare ebenso funktionieren wie für eine Eignerfamilie. Die bestätigte Nachricht ist einfach: Pearl Yachts präsentiert die neue Pearl 73 beim Cannes Yachting Festival 2026 vom 8. bis 13. September, zusammen mit Pearl 63 und Pearl 82. Die wichtigere Folge liegt im Markt: In dieser Größenklasse zählt die Intelligenz des Layouts inzwischen fast so stark wie die Größe der Marke.
Yachts Croatia berichtete am 13. Juli 2026 über die Weltpremiere der Pearl 73 in Cannes. Genannt werden eine Galley achtern, klappbare Cockpit-Balkone, vergrößerte Rumpffenster, vier Gästekabinen und zwei Master-Suiten. BoatTEST liefert den veröffentlichten technischen Rahmen: 21,99 Meter Länge über alles, 5,75 Meter Breite, 1,70 Meter Tiefgang, zwei MAN V12 mit 1.400 PS oder 1.550 PS sowie eine angegebene Höchstgeschwindigkeit von rund 32 Knoten mit der stärkeren Motorisierung. Diese Fakten reichen aus, um das Boot als ernsthafte Kaufoption zu betrachten, nicht nur als Messebild mit Premierenetikett.
Cannes stellt die Pearl 73 direkt neben die Maßstäbe der Klasse
Cannes ist deshalb wichtig, weil die Messe den europäischen Markt für größere Yachten in zwei Häfen verdichtet. Der Veranstalter beschreibt sie als führende In-Water-Show Europas, mit Booten von 5 bis 55 Metern am Vieux Port und Port Canto. Eine 22-Meter-Flybridge wird dort sofort mit etablierten Mittelmeerwerften, britischen Motoryacht-Spezialisten und schnellen Cruisern für aktive Eigner verglichen.
Pearl tritt nicht mit der industriellen Masse der größten Gruppen an. Die These ist präziser: Boutique-Werft, sinnvoll genutztes Volumen und ein Plan, der vom tatsächlichen Bordleben am Ankerplatz ausgeht. Käufer, die auchAzimut als mediterrane Flybridge-ReferenzoderPrincess Yachts für britische Cruising-Balanceprüfen, werden in der Pearl 73 einen weniger offensichtlichen, aber relevanten Wettbewerber sehen.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Die 70-Fuß-Klasse ist voll von eleganten Profilen und sauber inszenierten Interieurs. Ein neues Modell muss zeigen, warum seine Aufteilung das Leben an Bord verbessert, nicht nur warum Fensterflächen und Polster modern wirken.
Das Heckcockpit trägt die Hauptaussage des Entwurfs
Der deutlichste Eingriff liegt achtern. Klappbare Balkone erweitern das Cockpit zu einer Terrasse am Wasser, während die Galley nach achtern rückt und Salon, Außentisch und Kai direkter verbindet. Das ist keine bloße Showgeste. Es verändert die Wege an Bord, besonders beim Mittelmeer-Cruising, wo Mittagessen, Baden, Tenderfahrten und lange Abende im Cockpit den Tagesrhythmus bestimmen.
Mit einer Achtergalley wird Service kürzer und sozialer. Gäste müssen nicht bei jedem Getränk oder Teller durch den Innenraum laufen. Im Hafen ist der Weg für Proviant logischer. Vor Anker bleibt die Person an der Galley im Gespräch, statt in einem abgetrennten Bereich zu verschwinden. Die Konsequenz ist klar: Pearl priorisiert informelles Leben nah am Wasser gegenüber einer klassischeren, stärker getrennten Salonabfolge.
Die durchgehende Flybridge und die Lounge am Bug folgen derselben Idee. Wenn die Ergonomie an Bord überzeugt, kann die Pearl 73 größer wirken als ihre nominelle Länge, weil drei Außenbereiche unterschiedliche Momente des Tages bedienen. In Cannes sollten die nüchternen Details geprüft werden: Schatten, Handläufe, Sicherheit der Seitendecks, Treppenwinkel, Wet-Bar-Position und die Frage, wie geschützt die Terrasse bei Wind von achtern bleibt.
Zwei Masterkabinen erweitern den Nutzungsfall
Die Aufteilung mit zwei Master-Suiten ist die stärkste kaufmännische Entscheidung des Modells. Eine Suite liegt vorn mit privatem Zugang, die andere mittschiffs über die volle Breite. Auf einer Yacht knapp unter 22 Metern erlaubt das zwei Paaren eine gleichwertigere Nutzung, hilft Familien bei der Verteilung von Komfort zwischen Generationen und kann gelegentliche Chartereinsätze leichter vermarktbar machen.
BoatTEST nennt außerdem zwei weitere Gästekabinen jeweils mit eigenem Bad und Unterkunft für zwei Crewmitglieder. Damit steht die Pearl 73 klar im Bereich schneller Fahrtenyachten, nicht bei Dayboats mit zusätzlichen Kabinen. Der von BoatTEST erwähnte Stauraum für Tender und Jet-Ski stärkt diese Einordnung, sofern technische Zugänglichkeit und Stauraum im fertigen Boot nicht darunter leiden.
Der Vergleich sollte nicht nur über die nominelle Länge laufen. WerSunseeker für sportlichere Motoryacht-Energiebetrachtet, sucht möglicherweise mehr Fahrimage und dynamischen Auftritt. WerFerretti Yachts für italienische Flybridge-Cruiseranschaut, bevorzugt oft eine etabliertere Cruising-Sprache. Pearl positioniert sich offenbar zwischen diesen Polen, mit Raumeffizienz und Nähe zum Wasser als klarsten Argumenten.
Veröffentlichte Leistungsdaten brauchen den Blick der Probefahrt
Die veröffentlichten Motoroptionen sind zwei MAN V12 mit 1.400 PS in der Standardversion oder 1.550 PS optional. BoatTEST gibt für die stärkere Variante rund 32 Knoten Spitze, etwa 25 Knoten Marschfahrt und ungefähr 250 Seemeilen Reichweite an. Diese Werte passen zu einer gleitenden Flybridge dieser Größe, sollten aber vor unabhängigen Tests mit Angaben zu Beladung, Seegang, Trimm und Verbrauch als Orientierung gelesen werden.
Für Eigner ist die Höchstgeschwindigkeit selten die entscheidende Zahl. Wichtiger ist, wo das Boot natürlich läuft. Fühlt es sich bei 20, 22 oder 25 Knoten am besten an? Bleibt das offene Heckkonzept trocken genug? Ist die Flybridge bei Seitenwind angenehm nutzbar? Erhält der Tiefgang von 1,70 Metern genügend Zugang zu flacheren Mittelmeerbuchten und gibt dem Rumpf zugleich den erwarteten Halt eines schnellen Cruisers?
Cannes kann schon vor Probefahrten einige Antworten liefern. Sicht von der Steuerposition, Gangbreiten, Zugang zum Maschinenraum, Geräuschdämmung und die haptische Qualität des Ausbaus lassen sich an Bord beurteilen. Das Datenblatt eröffnet die Diskussion; ein genauer Rundgang trennt die ernsthaften Kandidaten von den bloß attraktiven.
Ein präzises Signal aus dem 70-Fuß-Markt
Die Pearl 73 steht für eine breitere Verschiebung. Um 70 Fuß erwarten Käufer zunehmend die soziale Flexibilität größerer Yachten, ohne den betrieblichen Sprung deutlich längerer Boote zu machen. Klappterrassen, Achtergalley, große Fenster und zwei wirklich begehrenswerte Eignerkabinen sind Antworten auf diese Nachfrage.
Unsere Lesart: Pearl nutzt Cannes, um tiefer in die mediterrane Auswahlliste der Käufer zu rücken. Die Werft muss nicht lauter auftreten als die großen Namen; sie muss an Bord zeigen, dass die Pearl 73 schlüssig ist. Wenn Proportionen, Schutz und Ausführung zur Ankündigung passen, hat das Modell eine glaubwürdige Position gegenüber Neubauten und jungen Gebrauchtbooten.
Eine Grenze bleibt wichtig: Preis, endgültiger Lieferzeitpunkt und gemessene Leistung sollten aus den verfügbaren Quellen nicht abgeleitet werden. Gesichert ist etwas Nützlicheres: Die Pearl 73 hat ein kohärentes Konzept, eine passende Bühne in Cannes und ein Layout, das reale Eignergewohnheiten anspricht. Wer das 22-Meter-Flybridge-Segment beobachtet, sollte sie nicht als kurze Messe-News abhaken, sondern an Bord sorgfältig prüfen.
Quellen und Verweise
Um Zuverlässigkeit und Kontext zu stärken, zitiert dieser Artikel relevante externe Quellen zum Thema.
- Pearl Yachts to Debut New Pearl 73 at Cannes Yachting Festival
Yachts Croatia · 2026-07-13T00:00:00.000Z
- Welcome to Cannes Yachting Festival
Cannes Yachting Festival
- Pearl Motor Yachts 73 (2026-)
BoatTEST
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